Die Stiftung

Der Beruf des Metallhändlers ist kein offizieller Ausbildungsberuf. Ein eindeutiges Profil und verbindliche Ausbildungsinhalte fehlten bisher, Fortbildungsangebote waren begrenzt. Die Kaps-Stiftung will die Förderung des Nachwuchses in der Metallwirtschaft unterstützen.

Wer im Metallhandel arbeitet, braucht Qualifikationen.

In einem Umfeld begrenzter Ressourcen wachsen die Anforderungen an Metallhändler, denn nur durch sparsamen und kompetenten Umgang mit den vorhandenen Mitteln lässt sich unsere Rohstoffversorgung auch in Zukunft sicherstellen. Umfangreiches technisches Fachwissen ist ebenso erforderlich wie betriebs- und volkswirtschaftliche Kenntnisse.

Um den Nachwuchs an engagierten Metallhändlern weiterhin zu gewährleisten, wurde im Mai 1997 die Hans-Joachim Kaps-Stiftung gegründet. Sie soll einen internationalen und interdisziplinären Austausch von Know-how anregen, die Kooperation zwischen Produktion, Handel und Recycling verbessern und den Nachwuchs in der Metallwirtschaft durch Aus- und Weiterbildung fördern.

Die Hans-Joachim Kaps-Stiftung vermittelt Praktika und Auslandsaufenthalte und unterstützt mit finanziellen Zuwendungen und Sachmitteln. Seit 2002 werden Veranstaltungen des Junioren-Förderprogramms finanziell unterstützt. Für Betriebsbesichtigungen schaffte die Stiftung ein Audio-Funksystem an, das auch in lärmintensiven Produktionsbereichen erfolgreiche Wissensvermittlung ermöglicht. Darüber hinaus vermittelt die Kaps-Stiftung Unternehmen, die sich an verschiedenen Austauschprogrammen beteiligen.

In Zusammenarbeit mit dem Verband Deutscher Metallhändler e.V. (VDM) entwickelte die Kaps-Stiftung ein besonderes Juniorenförderprogramm. Ein Schwerpunkt dieser Kooperation ist die gezielte Förderung des akademischen Nachwuchses.


Hans-Joachim Kaps - Ein Leben für Aluminium

Hans-Joachim Kaps (1927-2009) zählte zu den wenigen Menschen, bei denen Charakter, persönliches Interesse, begeisternde Leidenschaft für die Sache und berufliches Engagement unauflösbar miteinander verschmolzen sind und eine Persönlichkeit prägen, die ihresgleichen sucht.

60 Jahre, sein gesamtes berufliches Leben, hat Hans-Joachim Kaps dem Aluminium verschrieben: Als 20jähriger begann er eine Ausbildung zum technischen Kaufmann im Aluminiumschmelzwerk W. Seibel. Damit waren für ihn die Weichen gestellt, seine Berufung zum Beruf zu machen. Aluminium, das war sein Leben.

Hans-Joachim Kaps schloss seine Ausbildung mit Auszeichnung ab und wurde vom Unternehmen ins Angestelltenverhältnis übernommen. Bereits 1954 wurde er Handlungsbevollmächtigter. Ab 1958 war er 20 Jahre lang Prokurist der Firma. 1978 fand er eine neue Herausforderung in der Position des Geschäftsführers beim Essener Metallwerk Olsberg. 1985, im Alter von 58 Jahren, wendete sich Hans-Joachim Kaps einem neuen Aufgabengebiet zu.

Als Mann der ersten Stunde ging er zur gerade gegründeten Trimet Metallhandels-AG in Düsseldorf. Dort baute er den Bereich Umschmelzaluminium auf und trug wesentlich dazu bei, das Unternehmen in die führende Marktposition zu bringen, in der es sich heute als TRIMET Aluminium SE befindet. Bis ins Jahr 2007 hinein war der Verstorbene bei TRIMET tätig. Mit seinem beharrlichen Willen zum Erfolg und der stetigen Bereitschaft, zu lernen und sich neuen Situationen anzupassen, mit seinen nie in Frage stehenden Tugenden der absoluten Glaubwürdigkeit, Zuverlässigkeit und Korrektheit schuf er nachrückenden Generationen von Metallhändlern ein Leitbild, das auf Dauer wesentliche Maßstäbe setzt.

Am 28. Dezember 2009, wenige Tage vor seinem 83. Geburtstag, ist Hans-Joachim Kaps verstorben. Wir trauern um unseren großen Kollegen, guten Freund und liebenswerten Förderer. Wir vermissen ihn sehr, und wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Diese Stiftung, die seit Gründung im Jahr 1997 seinen Namen trägt, will sich auch künftig unseres Vorbilds Hans-Joachim Kaps würdig erweisen.